Training

Wing Chun

Neuer AnfängerInnenkurs ab Jänner 2019

In unserer Schule sind wir sehr stark von der traditionellen chinesischen Unterrichts- und Zugangsweise beeinflusst auch wenn uns bewusst ist, dass wir und unsere SchülerInnen aus einem anderen kulturellen Umfeld kommen und diesen Zugang erst kennenlernen müssen. Unser Wing Chun Unterricht zielt darauf ab von Anfang an ein gutes Fundament zu legen, um sich ganzheitlich optimal entwickeln zu können. Im Wing Chun Kung Fu ist diese Zugangsweise im Westen nach wie vor kaum bekannt und somit eine Besonderheit unserer Schule.

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Der Fokus liegt viel mehr auf der umfassenden Schulung des eigenen Körpers. Durch Training des korrekten Standes, dem Aufbau der richtigen Körperstruktur, Verbesserung der Koordination und dem richtigen Maß zwischen Körperspannung auf der einen Seite sowie körperlicher und geistiger Entspannung auf der anderen Seite, wird erlernt, den eigenen Körper so optimal wie möglich einzusetzen.

Eine weitere Besonderheit in unserer Schule ist, dass wir selbst von drei unterschiedlichen Wing Chun Richtungen jahrelang intensiv gelernt haben und somit verschiedene Zugänge kennenlernen konnten. Obwohl Wing Chun mittlerweile weltweit millionenfach praktiziert wird, gibt es nur wenige Wing Chun Trainer und nur eine kleine Hand voll Trainerinnen, die Wing Chun Kung Fu mit all seinen Formen authentisch und vollständig erlernt haben. Großmeister Donald Mak  (sein Lehrer war einer der langjährigsten Schüler des legendären Großmeister Yip Man) hat Christoph und Angelika (als erster Frau in dieser Traditionsline) das gesamte Wing Chun System im 1:1 Unterricht in unzähligen Privatstunden gelehrt.  Dieses erworbene Wissen wollen wir in unseren Trainings an unsere SchülerInnen weitergeben – hier mehr zum Aufbau unseres Wing Chun-Systems.

Qi Gong

long-zentrum-christoph-qigongAuch wenn viele der Bewegungsformen auf eine Jahrhunderte lange Geschichte zurückblicken, ist die Bezeichnung Qi Gong noch relativ jung. Dieser Sammelbegriff soll darauf hinweisen, dass mit Hilfe dieser Übungen am freien Fluss der universellen Lebensenergie (Qi) gearbeitet wird (Gong = arbeiten, bemühen).

Ursprünglich gehen alle Qi Gong-Bewegungen auf traditionelle daoistische oder buddhistische Schulen zurück und waren in einer ganzheitlichen Lehre und Philosophie eingebettet. Im Laufe der Zeit verselbstständigten sich manche dieser Bewegungsübungen und wurden sowohl im Bereich der Kampfkunst als auch zur Gesundheitserhaltung und -förderung eingesetzt. Deshalb stehen viele der heutzutage gelehrten Qi Gong-Formen in Verbindung mit der traditionell chinesischen Medizin (TCM) und haben durch die Verbindung von speziellen Bewegungen, Atemtechnik und Vorstellungsübungen vielseitige positive Auswirkungen auf das körperliche und geistige Wohlbefinden.

In unserem Zentrum werden eine Vielzahl unterschiedlicher Qi Gong-Formen unterrichtet.

Tai Ji Qi Dao

In vermutlich allen alten Hochkulturen gab es bereits vor Jahrtausenden Menschen, die bei der Suche nach Erkenntnissen und Verständnis des Seins über die Grenzen der sichtbaren, vertrauten Welt hinausgehen wollten. Im Zustand absoluter, meditativer Stille entdeckten unsere Vorfahren das Wirken bestimmter Energien, die sie zu erforschen und kultivieren begannen. In China waren dies die ersten Daoisten, auf deren Erkenntnisse vieles zurückgeht. Die Liste ist lang: Yin und Yang, die fünf Elemente,  Feng Shui, die traditionelle chinesische Medizin sowie Bewegungslehren wie Qi Gong, Tai Ji und alle inneren Kampfkünste fußen auf daoistischer Weisheit.

Während fast alle alten Kulturen untergegangen sind und mit ihnen meist ein Großteil des Wissen, reichen die Wurzeln der chinesischen Kultur rund 7.000 Jahre zurück. Bis ins 20. Jahrhundert konnte das Wissen, das über Jahrhunderte oft im Geheimen von Meister zu Schüler überliefert wurde, weitgehend ungestört überleben. Im Laufe der Zeit hatten sich in China 8 große Schulen herausgebildet, die als Yangsheng Xiuzhen – Schulen der Lebenspflege und Suche nach Wahrheit bezeichnet wurden. Dabei handelte es sich um 5 daoistische und 3 buddhistische Schulen, die allesamt das Erreichen des Daos (buddhistisch: Erleuchtung) zum Ziel hatten und einen vollständigen Weg lehrten, der zu diesem Ziel führen kann. Während der Kulturrevolution wurde aber innerhalb weniger Jahre alles unternommen, um dieses Wissen mit aller Härte für immer auszulöschen. Unzählige Meister wurden verfolgt und getötet und viele dieser Schulen gingen für immer verloren.

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Eine Sonderstellung unter diesen 8 Schulen nimmt seit jeher die Tai Ji Men (heute: Tai Ji Xue) Schule ein . Ihr Stammlinienhalter Meister Fang Fu hat die Gräuel der Kulturrevolution überlebt und 1989 beschlossen, die Schule, in der seit dem 3. Jahrhundert das Wissen geheim von Meister zu meist nur einem Schüler weitergegeben wurde, nach außen hin zu öffnen.

Seit Oktober 2015 sind Christoph und Angelika von Meister Fang Fu dazu berechtigt Einführungsseminare in daoistischer Meditation und Philosophie zu geben.